6. August: Konsequenzen aus Freitagsrallye kommen beim Heizöl an

6. August 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Auf der Welt ist nichts geschehen, das Unruhe in den ersten Börsentag der Kalenderwoche hineinbringt. Zumindest halten sich die Zuckungen der Rohölnotierungen in London (ICE – hier wird die Nordseeölmarke Brent gehandelt) und New York (NEMAX – hier wird die US-Leichtölsorte WTI gehandelt) in Grenzen. In engen Grenzen. Nämlich: Für ein Barrel Brent ändern sich im Wesentlichen nur die Nachkommastellen, davor steht, in Dollar, eine 108. Und bei WTI kosten die 159 Liter recht konsequent zwischen 90,5 und 91,5 Dollar. Es ist in jedem Fall die Ruhe vor dem Sturm. Denn „Ernesto“, der aktuelle Vertreter der Spezies „Tropensturm“, hält auf Mexiko und den gleichnamigen Golf. Dort stehen Ölförderstätten im Meer – das ist spätestens seit „Deepwater Horizon“ auch Fachfremden bekannt. Stört der Orkan diese Anlagen gewaltig, dann drohen Produktionsausfälle. Diesen wohnt bekanntlich die unschöne Folge anziehender Preise inne.
Die Wirkung ist größer, als die neue (und zweifelhafte) Freundschaft zwischen den beiden Sudan-Staaten Wirkung zeigen kann. Die Annäherung der zerstrittenen Nachbarn ging zwar durch viele Gazetten und ist ein Hoffnungsschimmer für eine krisengebeutelte Region, für den internationalen Ölmarkt ist die sudanesische Produktionsmenge jedoch eher keine relevante Größe.

Zurück nach Deutschland, zurück zum Heizöl: Das Resultat der Freitagsrallye trifft HEL nachgelagert, weil der freitägliche Durchschnittspreis im Wesentlichen vorm Kurssprung entstand. 37 Cent mehr kosten hundert Liter einer 3.000-Liter-Lieferung. Gesamtpreis, brutto und im Schnitt: 91,06 Euro.