EEG-Umlage könnte auf über 6 Cent steigen

6. August 2012

MÜNCHEN. - Laut Experten-Prognosen könnte nach einem Bericht des Verbraucherportals check24.de die Förderung erneuerbarer Energien 2013 um bis zu 48 Prozent (auf 6,307 ct brutto pro kWh bzw. 5,3 ct netto) ansteigen. Demnach würde das für die deutschen Haushalte etwa 2,9 Milliarden Euro Mehrkosten gegenüber 2012 bedeuten. Tritt diese Prognose ein, steigt die EEG-Umlage für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt (5.000 kWh) um 102 Euro im Jahr auf 315 Euro. Bezogen auf den durchschnittlichen Strompreis in Deutschland für 5.000 kWh bedeutet dies eine Erhöhung um 8,2 Prozent von 1.248 Euro auf 1.350 Euro im Jahr.

Auch der Fiskus verdient an der Erhöhung der EEG-Umlage mit: Durch die Mehrwertsteuer würde der Bund rund 544 Mio. Euro mehr als noch 2012 kassieren. Die Kosten für die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen werden laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf alle Verbraucher umgelegt. Die vier Übertragungsnetzbetreiber legen jährlich die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr fest. Die offizielle Prognose der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) für 2013 liegt unter den Expertenmeinungen: Sie erwarten einen Anstieg zwischen zwei Prozent auf 4,355ct brutto (3,66ct netto) und 32 Prozent auf 5,64ct brutto (4,74ct netto) pro kWh. Aber auch nach der maximalen Prognose der ÜNP würde die EEG-Umlage die deutschen Haushalte 2013 über zwei Milliarden Euro mehr kosten als 2012.