US-Notenbank weiter vage: Signal für Ölpreise bleibt aus

2. August 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Gleich zwei für den Ölmarkt relevante Ereignisse standen am gestrigen Nachmittag an – beide in den USA. Zuerst präsentierte das Energieministerium DoE die Bestandsdaten über US-amerikanische Ölvorräte. Die gingen in dieselbe Richtung wie die vorherigen Prognosen: Auch hier deutliche Abbauten, aber weniger massiv (minus 6,5 statt minus 11 Millionen Barrel Rohöl). Den Kursen konnte das, weil erwartet, nur noch geringen Auftrieb geben. Zweites Ereignis, und seit Montag als ein zentrales Moment der Kalenderwoche gehandelt, war die Entscheidung der US-Notenbank Fed über expansive Maßnahmen. Ergebnis: Die kommen. Vielleicht! Aber nicht jetzt! Das Procedere hat sich schon einmal in gleicher Weise abgespielt, überrascht nicht, enttäuscht aber auch keinen so sehr, dass sich die Notierungen wieder nach unten orientieren.

Nach unten orientiert hat sich jedoch der Euro, um einen halben US-Cent. Aktueller Gegenwert: 1,225 Dollar. Währenddessen wird Nordseeöl Brent für 106,50 Dollar je Barrel gehandelt, Leichtöl aus Texas (WTI) für 89 Dollar je Barrel. In der Folge dürfte Heizöl seinen gestrigen Preisvorteil wieder einbüßen.