23. Juli: Euro-Schwäche verhindert größere Heizöl-Abschläge

23. Juli 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Langsam nimmt der Verfall der Rohöl-Preise dramatische Formen an. Allein heute verlor Brent gut 2,40 US-Dollar je Barrel, US-Leichtöl (WTI) immerhin 2 Dollar (MESZ). Zwar bestehen globale Risiken weiter und werden verschärft, etwa durch Pipeline-Anschläge in der Türkei und Kolumbien (mehr dazu morgen auf www.brennstoffspiegel.de). Doch den Anlegern wird immer mehr bewusst, dass trotzdem und auch ungeachtet der Wartungsarbeiten auf einigen Nordseefeldern Öl ausreichend vorhanden ist. Deswegen wurde die Zeit vor und nach dem Wochenende für Gewinnmitnahmen genutzt. Der Ölpreis, und das meinen nicht nur Analysten, nähert sich wieder einem reellen Niveau.

Deutsche Verbraucher hatten jedoch nichts davon. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt aktuell ob der Griechenland-Krise eine dramatische Schwäche und kommt nicht mehr über die Wechselkursgrenze von 1,21 US-Dollar. Sollten sich die Pleitegerüchte um die Hellenen für November verdichten, könnte der Euro noch weiter absacken – eine Entwicklung, die die Börsen zu Wochenbeginn schon mal vorwegnahmen. In deren Folge würden sich die Preise hierzulande weiter verteuern.

Soweit war es heute jedoch noch nicht. Für 100 Liter HEL wurde bei Lieferung von 3000-Litern bundesdurchschnittlich und brutto 91,69 Euro gezahlt, das sind 61 Cent weniger als am Freitag.

Eine grafische Darstellung der Preisentwicklung für Heizöl EL und Heizöl EL schwefelarm finden Sie hier.