Rohöl-Preise und Euro verfallen weiter

23. Juli 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Der bereits am Freitag einsetzende Verfall bei den Rohölpreisen setzt sich im Morgenhandel fort. Nordseeöl (Brent) gab, gerechnet auf den Tagesschluss vom Freitag, bisher um gut 2 US-Dollar je Barrel nach und wird derzeit unter 105 Dollar gehandelt. US-Leichtöl (WTI) rutschte um gut 1,40 Dollar nach unten und kostet nunmehr 90 Dollar. Geschuldet ist der Abwärts-Trend Gewinnmitnahmen. Analysten sahen in den vergangenen Tagen ein deutlich zu hohes Niveau bei den Preisen. Dies wird nun glattgestellt. Die Preistreibenden geopolotischen Fakten, insbesondere um die Straße von Hormus, bleiben erhalten. Neuerdings droht der Iran mit erneuter Blockade sowie mit Anschlägen auf die Ölindustrien am Golf. Deswegen ist es fraglich, ob die Preise weiter nach unten rutschen. Verbraucher in Deutschland werden von der aktuellen Lage kaum profitieren. Aufgrund der sich verstärkenden Griechenlandkriese kostet der Euro aktuell weniger als 1,21 US-Dollar. Dies wird eventuelle Abschläge fast komplett ausgleichen.