11. Juli: Heizöl heute konstant – und der Iran hat andere Sorgen

11. Juli 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Fangen wir heute einmal mit dem Preis für hundert Liter Heizöl an. Wer sich 3.000 Liter frei Haus bestellt, zahlt für unsere Referenzmenge aktuell und durchschnittlich 89,04 Euro. Gestern waren es 89,06 Euro. Da wollen wir nicht gleich von Vergünstigung sprechen – obwohl wir es heute Morgen getan haben. Warum hat das nicht geklappt? Nun, offensichtlich ist einmal mehr der vom physischen Handel losgelöste Computerhandel Schuld.

Branchendienst Futures Services zufolge sei Anstieg der Rohölnotierungen (Brent: 99,50 Dollar je Barrel/WTI: 85,60 Dollar je Barrel) „hauptsächlich technischen Reaktionen auf die späten Verluste von gestern“ geschuldet. Daneben gaben die Bestandsabbauten in amerikanischen Öllägern entsprechenden Auftrieb. Währenddessen verzögert sich die Ratifizierung des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) und bringt weitere Unsicherheiten in die Eurozone, so dass dessen Währung nicht aus dem Unter-1,23-Dollar-Jammertal nach oben bergsteigt. Wenig Chancen also zur angenehmen Destabilisierung des Heizölpreises.
Um den Iran ist es derweil ein wenig ruhiger geworden – und die Brennstoffspiegel-Redaktion hat auch das Warum herausgefunden: Andere wichtige Aufgaben beschäftigen den Perser, vor allem aber die Perserin. So verkündet die Nachrichtenagentur MEHR – sonst eher Quell patriotischer Propaganda – fernab von Botschaften über Seeblockaden und dem nahenden Untergang des Westens das aktuelle Highlight: die Konferenz „Frauen und islamische Erwachung“ (http://www.mehrnews.com/de/newsdetail.aspx?NewsID=1646580)