Nach Ölpreisrallye: Deutliche Aufschläge für Heizöl erwartet

2. Juli 2012

LEIPZIG. (UNITI Mediengruppe) Der Start in die zweite Jahreshälfte ist für Heizölkunden mit leeren Tanks alles andere als ein Zuckerschlecken. Warum? Der EU-Gipfel war noch nicht vorüber, als die Ölpreise am Freitag kräftig anzogen. Diese Entwicklung hielt auch nach Redaktionsschluss an – am Abend wurden für Nordseeöl Brent zeitweise Barrelpreise in Höhe von 98 Dollar gezahlt. Weit mehr als in den Wochen zuvor; schon Mitte Mai hatte man sich von diesem Niveau verabschiedet. Allein die größte Differenz dieses Freitags ist sehenswert: Zwischen Tagesminimum und Tagesmaximum lagen 6,50 Dollar! Mittlerweile hat es eine Gegenbewegung gegeben, zur Stunde kostet ein Brent-Fass „nur“ noch 96,50 Dollar. US-Leichtöl WTI, trotz eigenem Markt nicht abgekoppelt von der internationalen Preisbildung, ging denselben (Höhen-)Weg, derzeit kostet es 83,70 Dollar je Barrel.
Preistreibende Nachrichten gibt es derzeit viele. Allen voran die Gipfelnews, die als Hoffnungsschimmer das Wochenende beschienen (wer weiß, wie lange noch…). Iranisches Öl bleibt dort, wo es herkommt – oder wird zu Sonderkonditionen nach China geliefert, die sich das Embargo nicht leisten können oder wollen. Und in Norwegen bleibt es beim Ölarbeiterstreik, also auch bei Produktionsausfällen. Weil der Euro diese Rallye nicht mitgemacht hat (1,263 Dollar), dürfte Heizöl heute ordentlich zulegen.